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1931
eröffnete Heinrich
Salge im Hause seiner Eltern eine kleine Reparaturwerkstatt. Er
fertigte zunächst Arbeitsschuhe und Langschäfte für die Landwirtschaft.
Dies reichte jedoch kaum aus, um sich in den wirtschaftlich schwierigen
Zeiten über Wasser zu halten. So begann er schon 1932 "Fremdfabrikate"
zu kaufen und an seine Kunden in einer zwölf Meter großen "Kammer"
weiterzuverkaufen. 1937
legte Heinrich Salge seine Meisterprüfung in Harburg ab. 1939
mußte der Betrieb geschlossen werden, weil die Einberufung zur Wehrmacht
unumgänglich wurde. In weiser Voraussicht zerlegte Heinrich SALGE
während eines Fronturlaubes das wertvollste Stück des Betriebes,
die Schuhmachernähmaschine, in ihre Einzelteile und versteckte
sie auf dem Heuboden.
1946,
nach Rückkehr aus der Gefangenschaft, wurde die Maschine wieder
hervorgeholt und zusammengebaut -es konnte wieder losgehen-. Zunächst
erfolgte die Bezahlung für seine Arbeit mit Produkten aus der Landwirtschaft.
Die Haupteinnahmequelle war immer noch die Anfertigung und Reparatur
von Arbeitsschuhen und Langschäften sowie der Verkauf von Filzpantoffeln.
Nach der Währungsreform kaufte Heinrich SALGE wöchentlich mit seinem
Motorrad bei Großhändlern ein, um den steigenden Bedarf seiner Kunden
zu decken. Er legte dabei besonders Wert auf Qualität zu einem annehmbaren
Preis. Um Geld zu sparen, wurde auch direkt bei den Firmen eingekauft.
Dazu mußten allerdings wesentlich größere Entfernungen überbrückt
werden. Mit dem inzwischen angeschafften VW-Käfer (die Rückbank
wurde ausgebaut) fuhr Heinrich SALGE schon in den 50er Jahren mit
seinem Sohn Horst u.a. bis nach Pirmasens, um günstig Schuhe
einkaufen zu können.
1960 legte Horst SALGE
nach einer Orthopädie-Schuhmacher-Ausbildung und einer Ausbildung
im Einzelhandel seine Meisterprüfung ab. Zu dieser Zeit war er mit
20 Jahren der jüngste Schuhmachermeister Deutschlands. Nach seiner
Hochzeit mit Ehefrau Marlis stiegen beide voll in das Geschäft ein.
Dafür gab Marlis SALGE ihren Job bei VW auf. Die Devise hieß Expansion.
In den folgenden Jahren ging es immer weiter bergauf. Es verging
kaum ein Jahr ohne Um- bzw. Anbauten. Mit harter Arbeit und eisernem
Sparwillen machte das Ehepaar SALGE, unterstützt von langjährigen
Mitarbeitern, aus dem kleinen Schuhhandel ein Schuh- und Sportgeschäft,
das heute bis weit über die Grenzen des Kreises hinaus bekannt ist.
Heinrich
SALGE kümmerte sich neben seiner Arbeit in derWerkstatt noch bis
1991
um die Buchhaltung. Erst als seine Enkelin Claudia wieder ins Geschäft
einstieg, arbeitete er noch bis zu seinem Tod 2001
nahezu jeden
Tag in der Werkstatt. Auf dem Bild ist er mit unserem langjährigen
Gesellen Arthur SCHWABE zu sehen.
Um der stetig steigenden
Arbeitsbelastung Herr zu werden, erfolgte im Jahr 2002
die Abtrennung
der heutigen Sportabteilung unter Leitung von Sigrid SCHILDMEYER
und Matthias KLEINSCHMIDT.
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